Stundenlohn berechnen

Rechne dein Monatsgehalt in einen Stundenlohn um — und umgekehrt. Inklusive Tages-, Wochen- und Jahreslohn auf Brutto-Basis.

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Stundenlohn aus dem Monatsgehalt berechnen

Dein Monatsgehalt sagt wenig darüber aus, was du tatsächlich pro Stunde verdienst — das hängt von deiner Wochenarbeitszeit ab. Zwei Menschen mit identischem Gehalt können sehr unterschiedliche Stundenlöhne haben, wenn der eine 35 und der andere 42 Stunden pro Woche arbeitet. Der Stundenlohn-Rechner legt dein Bruttogehalt auf die durchschnittlichen Monatsstunden um und zeigt dir Stunden-, Tages-, Wochen- und Jahreslohn auf einen Blick.

So funktioniert die Berechnung — Schritt für Schritt

Hinter dem Ergebnis steckt eine einfache Formel, die du in drei Schritten nachvollziehen kannst:

  • Schritt 1 — Monatsstunden ermitteln. Multipliziere deine Wochenstunden mit dem Faktor 4,33. Bei 40 Wochenstunden sind das rund 173,2 Stunden im Monat.
  • Schritt 2 — Stundenlohn berechnen. Teile dein Bruttomonatsgehalt durch diese Monatsstunden. 3.000 € geteilt durch 173,2 ergeben rund 17,32 € pro Stunde.
  • Schritt 3 — weitere Werte ableiten. Aus dem Stundenlohn ergeben sich Tageslohn (Stundenlohn mal Tagesstunden), Wochenlohn (Monatsgehalt geteilt durch 4,33) und Jahreslohn (Monatsgehalt mal 12).

Warum gerade der Faktor 4,33? Ein Jahr hat 52 Wochen, verteilt auf 12 Monate sind das 52 ÷ 12 ≈ 4,33 Wochen pro Monat. Mit diesem Faktor werden die unterschiedlich langen Monate geglättet, sodass dein Stundenlohn übers Jahr konstant bleibt — anders als wenn man stur mit „pro Monat etwa 4 Wochen“ rechnen würde.

Monatsgehalt (brutto)3.000,00 €
Wochenstunden40
Monatsstunden (40 × 4,33)173,2
Stundenlohn≈ 17,32 €
Brutto statt Netto

Der Rechner arbeitet bewusst mit Brutto-Werten. Dein Netto-Stundenlohn hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und weiteren individuellen Faktoren ab und lässt sich seriös nur mit einem vollständigen Brutto-Netto-Rechner ermitteln.

Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Sicht

Der Stundenlohn ist für beide Zielgruppen interessant — aber aus unterschiedlichem Blickwinkel. Schalte oben einfach den Modus um:

  • Arbeitnehmer-Ansicht. Hier steht dein persönlicher Brutto-Stundenlohn im Vordergrund — die ehrliche Antwort auf die Frage „Was verdiene ich eigentlich pro Stunde?“. Ideal, um Stellenangebote zu vergleichen oder den Wert von Überstunden einzuschätzen.
  • Arbeitgeber-Ansicht. Für die Personalplanung ergänzt der Rechner eine Näherung der Lohnkosten je Stunde inklusive des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung (grob rund 21 %). Der exakte Wert hängt von Umlagen, Beitragssätzen und betrieblichen Faktoren ab und dient nur als erste Orientierung.

Brutto statt Netto — warum das hier richtig ist

Der Rechner arbeitet bewusst mit Brutto-Werten. Das ist kein Mangel, sondern Absicht: Dein Netto-Stundenlohn hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse, Kinderfreibeträgen und weiteren individuellen Faktoren ab und lässt sich seriös nur mit einem vollständigen Brutto-Netto-Rechner ermitteln. Der Brutto-Stundenlohn dagegen ist objektiv vergleichbar — er eignet sich deshalb am besten, um Angebote und Arbeitszeitmodelle gegenüberzustellen.

Mindestlohn — liegt dein Stundenlohn darüber?

Ein wichtiger Anwendungsfall: der Abgleich mit dem gesetzlichen Mindestlohn. Rechne dein Gehalt in den Stundenlohn um und vergleiche das Ergebnis mit dem aktuellen Mindestlohn. Liegt dein rechnerischer Wert darunter, hast du in der Regel Anspruch auf die Differenz — und zwar unabhängig davon, was im Arbeitsvertrag steht. Der Mindestlohn ist eine zwingende Untergrenze, auf die nicht wirksam verzichtet werden kann. Besonders relevant ist das bei Festgehältern mit vielen unbezahlten Überstunden, weil dadurch der effektive Stundenlohn sinkt.

Worauf du achten solltest

  • Pausen. Gesetzliche Ruhepausen zählen in der Regel nicht als bezahlte Arbeitszeit. Rechne mit deiner vertraglichen Arbeitszeit ohne Pausen.
  • Sonderzahlungen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind im Monatsgehalt nicht enthalten. Beziehst du sie ein, steigt dein effektiver Jahresstundenlohn.
  • Schwankende Stunden. Bei stark schwankender Arbeitszeit liefert der Durchschnitt über das Jahr das aussagekräftigste Bild.

Verwandte Rechner

Arbeitest du in Teilzeit, rechnet der Teilzeit-Gehalt-Rechner dein Vollzeitgehalt anteilig herunter. Geht es dir um Mehrarbeit und Zuschläge, hilft der Überstunden-Rechner. Und wie viele Arbeitstage in einem Abrechnungszeitraum liegen, ermittelst du mit dem Arbeitstage-Rechner — alle drei findest du in der Kategorie Arbeitszeit & Lohn.

Häufige Fragen

Das Monatsgehalt wird auf die durchschnittlichen Monatsstunden umgelegt. Diese ergeben sich aus den Wochenstunden mal dem Faktor 4,33 (durchschnittliche Wochen pro Monat). Beispiel: 3.000 € bei 40 Wochenstunden entsprechen rund 17,32 € pro Stunde.

Der Rechner arbeitet bewusst mit Brutto-Werten. Der Netto-Stundenlohn hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und weiteren individuellen Faktoren ab und lässt sich seriös nur mit einem vollständigen Brutto-Netto-Rechner ermitteln.

Ein Jahr hat 52 Wochen, verteilt auf 12 Monate ergibt das 52 ÷ 12 ≈ 4,33 Wochen pro Monat. Mit diesem Faktor werden schwankende Monatslängen geglättet, sodass der Stundenlohn übers Jahr konstant bleibt.

Der Rechner zeigt deinen tatsächlichen Stundenlohn. Vergleiche ihn mit dem gesetzlichen Mindestlohn: Liegt dein Wert darunter, hast du in der Regel Anspruch auf die Differenz — unabhängig von der vertraglichen Vereinbarung.

Multipliziere den Stundenlohn mit den Wochenstunden und dem Faktor 4,33. Beispiel: 17,32 € × 40 × 4,33 ergibt rund 3.000 € Monatsgehalt. Der Rechner zeigt beide Richtungen.

Gesetzliche Ruhepausen gelten in der Regel nicht als Arbeitszeit und werden nicht vergütet. Maßgeblich für den Stundenlohn ist deine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ohne Pausen.

Nein. Der Rechner geht vom regulären Monatsgehalt aus. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bleiben außen vor — beziehst du sie ein, steigt dein effektiver Jahresstundenlohn entsprechend.

Grundsätzlich ja, sofern keine abweichende Regelung besteht. Für Überstunden können zusätzlich Zuschläge anfallen; ob und in welcher Höhe, ergibt sich aus Arbeits- oder Tarifvertrag. Details berechnet der Überstunden-Rechner.

AR
arbeitsrechner-Redaktion
Recht & Rechner (KI-gestützt)

Die arbeitsrechner-Redaktion erstellt und pflegt die Rechner und Ratgeber dieses Portals KI-gestützt. Jede Berechnungslogik und jeder Text wird gegen die einschlägigen Gesetze (BGB, KSchG, BUrlG, MuSchG, BEEG) und aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung abgeglichen, bevor sie online gehen. Wir ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Quellen & Rechtsstand
Mindestlohngesetz (MiLoG)
Umrechnungsfaktor 52 ÷ 12 ≈ 4,33 Wochen/Monat
Rechtsstand: 1. Juni 2026 · zuletzt geprüft 06/2026

Hinweis — dieser Rechner gibt eine erste Orientierung auf Basis der gesetzlichen Regelungen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Tarif- oder Arbeitsverträge können abweichende Regelungen vorsehen. Im Zweifel wende dich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.