Arbeitstage zwischen zwei Daten berechnen
Wie viele Arbeitstage liegen in einem Projektzeitraum, einer Krankschreibung oder zwischen heute und einem Stichtag? Der Arbeitstage-Rechner zählt die Werktage zwischen zwei Daten und zieht Wochenenden sowie die gesetzlichen Feiertage deines Bundeslandes ab — letztere automatisch und jahresunabhängig. Das ist genauer als jede grobe Schätzung über „etwa 21 Arbeitstage pro Monat“.
So funktioniert die Berechnung — Schritt für Schritt
- Schritt 1 — Zeitraum durchgehen. Der Rechner prüft jeden Kalendertag zwischen Start- und Enddatum (beide eingeschlossen).
- Schritt 2 — Wochenenden aussortieren. Samstage und Sonntage zählen nicht als Arbeitstage.
- Schritt 3 — Feiertage abziehen. Gesetzliche Feiertage deines Bundeslandes, die auf einen Werktag fallen, werden abgezogen — Feiertage am Wochenende ändern nichts.
Die beweglichen Feiertage rund um Ostern — Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag und Fronleichnam — berechnet das Tool über das Osterdatum nach der Gaußschen Osterformel. Dadurch ist das Ergebnis in jedem Jahr korrekt, ohne dass eine Tabelle gepflegt werden müsste.
Feiertage sind in Deutschland Ländersache. Fronleichnam, Allerheiligen, der Reformationstag oder Mariä Himmelfahrt gelten nur in bestimmten Bundesländern. Für ein korrektes Ergebnis ist die Auswahl deines Bundeslandes deshalb entscheidend.
Feiertage in Deutschland — bundesweit und je Bundesland
Neun Feiertage gelten in ganz Deutschland. Alle weiteren sind Ländersache — und genau deshalb kann dieselbe Zeitspanne in Bayern weniger Arbeitstage haben als in Berlin.
| Feiertag | Gilt in |
|---|---|
| Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 1. & 2. Weihnachtstag | bundesweit (alle 16 Länder) |
| Heilige Drei Könige | BW, BY, ST |
| Fronleichnam | BW, BY, HE, NW, RP, SL |
| Mariä Himmelfahrt | SL (sowie Teile Bayerns) |
| Reformationstag | BB, HB, HH, MV, NI, SN, ST, SH, TH |
| Allerheiligen | BW, BY, NW, RP, SL |
| Buß- und Bettag | SN |
| Internationaler Frauentag | BE, MV |
| Weltkindertag | TH |
Typische Anwendungsfälle
Das Tool ist ein verlässlicher Begleiter im Büroalltag: für die Berechnung von Lieferfristen und Projektlaufzeiten, zur Planung von Urlaub und Brückentagen, für die Ermittlung von Entgeltfortzahlungs- oder Karenzzeiträumen, für die Kapazitätsplanung im Team und überall dort, wo es auf echte Arbeitstage statt bloßer Kalendertage ankommt. Wer mit wenig Urlaub viele freie Tage herausholen will, kombiniert das Ergebnis sinnvoll mit dem Brückentage-Planer.
Beispiel: Arbeitstage im Mai
Der Mai zeigt das Prinzip besonders deutlich: Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und — regional — Pfingstmontag drücken die Arbeitstage spürbar nach unten. Wie viele es in deinem Bundesland genau sind, rechnet das Tool taggenau aus, sobald du Zeitraum und Land auswählst.
Arbeitstage, Werktage und Kalendertage — der Unterschied
Drei Begriffe werden ständig verwechselt, obwohl sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen:
- Kalendertage sind alle Tage einschließlich Samstag, Sonntag und Feiertag. Die meisten gesetzlichen Fristen — etwa Kündigungs- und Klagefristen — rechnen in Kalendertagen.
- Werktage sind nach allgemeinem Verständnis Montag bis Samstag, also alle Tage außer Sonn- und Feiertagen. Dieser Begriff taucht häufig in Lieferzusagen und in einigen gesetzlichen Regelungen auf.
- Arbeitstage sind die Tage, an denen in deinem Betrieb tatsächlich gearbeitet wird — bei der üblichen Fünf-Tage-Woche Montag bis Freitag, ohne Feiertage.
Wer „zehn Tage Lieferzeit“ als Arbeitstage liest, der Lieferant aber Werktage meint, rechnet zwangsläufig aneinander vorbei. Achte deshalb immer darauf, welcher Tagesbegriff einer Frist oder Zusage zugrunde liegt. Dieser Rechner ermittelt die echten Arbeitstage der Fünf-Tage-Woche und zieht Wochenenden sowie die Feiertage deines Bundeslandes ab.
Wofür Arbeitstage zählen
Die Zahl der Arbeitstage ist Grundlage vieler arbeitsrechtlicher Berechnungen. Der gesetzliche Urlaubsanspruch wird in Arbeitstagen ausgedrückt (20 Tage bei Fünf-Tage-Woche), nicht in Kalendertagen. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bezieht sich auf die Tage, an denen du ohne die Erkrankung gearbeitet hättest. Bei Kurzarbeit, bei der Berechnung von Tagessätzen und bei der anteiligen Vergütung im Ein- oder Austrittsmonat kommt es ebenfalls auf die tatsächlichen Arbeitstage an. Auch für die Projekt- und Kapazitätsplanung im Team ist die reine Arbeitstagezahl die ehrlichere Größe als der bloße Kalenderzeitraum — ein Monat mit mehreren Feiertagen hat spürbar weniger produktive Tage als ein feiertagsfreier.
Fristen im Arbeitsrecht — welche Tage zählen?
Bei Fristen ist Präzision entscheidend, denn ein verpasster Tag kann teuer werden. Die meisten arbeitsrechtlichen Fristen laufen in Kalendertagen:
- Die Kündigungsfrist nach § 622 BGB zählt in Kalendertagen und Kalendermonaten — Wochenenden und Feiertage verlängern sie nicht.
- Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen (Kalendertagen) nach Zugang erhoben werden.
- Auch die Anmeldefristen für Elternzeit (sieben bzw. dreizehn Wochen) rechnen in Kalenderwochen.
Wichtig ist die Berechnung nach §§ 187, 188 BGB: Der Tag des Ereignisses — etwa der Zugang der Kündigung — zählt nicht mit, die Frist beginnt am Folgetag. Fällt das Ende einer Frist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt es sich auf den nächsten Werktag (§ 193 BGB). Genau hier ist die Feiertagsgenauigkeit dieses Rechners hilfreich, um den maßgeblichen Werktag korrekt zu bestimmen.
Arbeitstage pro Monat und Jahr
Über das Jahr verteilt ergeben sich bei einer Fünf-Tage-Woche grob 250 bis 254 Arbeitstage — je nachdem, wie viele Feiertage auf Wochentage fallen und in welchem Bundesland du arbeitest. Pro Monat sind es im Schnitt rund 21 Arbeitstage, mit deutlichen Ausreißern: Ein Mai mit mehreren Feiertagen kann auf 18 bis 19 Arbeitstage sinken, während ein feiertagsfreier Monat 22 oder 23 erreicht. Diese Schwankung erklärt, warum Monatsgehälter trotz unterschiedlicher Arbeitstage gleich bleiben — der Lohn ist ein Durchschnittswert über das Jahr. Für die exakte Zahl in einem konkreten Zeitraum verlässt du dich besser auf die taggenaue Berechnung als auf Faustwerte.
Arbeitstage bei abweichenden Arbeitszeitmodellen
Die Standardannahme dieses Rechners ist die Fünf-Tage-Woche. Viele arbeiten jedoch anders:
- Vier-Tage-Woche. Wer etwa Montag bis Donnerstag arbeitet, muss die Ergebnisse um die regelmäßig freien Tage bereinigen. Achtung: Auch der Urlaubsanspruch in Tagen ist dann niedriger, der Erholungswert pro Tag aber höher.
- Sechs-Tage-Woche. Hier zählt zusätzlich der Samstag als Arbeitstag — und der gesetzliche Mindesturlaub steigt entsprechend auf 24 Tage.
- Schicht- und Rollmodelle. Bei wechselnden Diensten lässt sich die reine Wochentagslogik nicht eins zu eins anwenden; nutze das Ergebnis als Orientierung und gleiche es mit deinem Dienstplan ab.
Maßgeblich ist immer deine vertraglich vereinbarte Verteilung der Arbeitstage, nicht eine pauschale Annahme.
Feste und bewegliche Feiertage
Feiertage fallen in zwei Gruppen. Feste Feiertage haben jedes Jahr dasselbe Datum — etwa Neujahr (1. Januar), der Tag der Arbeit (1. Mai), der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) sowie die Weihnachtsfeiertage. Bewegliche Feiertage richten sich nach dem Osterfest und wandern dadurch jedes Jahr: Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt (39 Tage nach Ostern), Pfingstmontag (50 Tage nach Ostern) und — regional — Fronleichnam. Das Osterdatum selbst wird nach einer festen astronomischen Regel bestimmt (erster Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond), die der Rechner intern abbildet. Deshalb funktioniert die Berechnung für jedes beliebige Jahr, ohne dass Feiertagslisten von Hand gepflegt werden müssten. Genau diese beweglichen Tage sind es, die ein und denselben Kalendermonat von Jahr zu Jahr unterschiedlich viele Arbeitstage haben lassen. Ein Mai mit frühem Osterfest sieht deshalb ganz anders aus als einer mit spätem Termin — ein weiterer Grund, sich nicht auf grobe Faustwerte, sondern auf die taggenaue Berechnung zu verlassen.
Arbeitstage und Entgeltfortzahlung
Wirst du krank, zahlt der Arbeitgeber bis zu sechs Wochen das Entgelt weiter (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Maßgeblich ist dabei das Lohnausfallprinzip: Du bekommst das, was du ohne die Erkrankung an deinen regulären Arbeitstagen verdient hättest. Für die Frage, wie viele bezahlte Tage in die sechs Wochen fallen, kommt es also auf die tatsächlichen Arbeitstage in diesem Zeitraum an — Wochenenden und Feiertage spielen für die Höhe keine Rolle, weil an ihnen ohnehin nicht gearbeitet worden wäre. Dauert dieselbe Erkrankung über die sechs Wochen hinaus an, übernimmt die Krankenkasse mit dem Krankengeld. Wer die genaue Zahl der betroffenen Arbeitstage kennt, kann seine Entgeltfortzahlung leichter überprüfen.
Brückentage und lange Wochenenden planen
Die Zahl der Arbeitstage ist auch die Grundlage cleverer Urlaubsplanung. Liegt ein gesetzlicher Feiertag auf einem Dienstag oder Donnerstag, verwandelt ein einziger Brückentag ein normales Wochenende in vier freie Tage am Stück. Über das Jahr verteilt lassen sich mit wenigen gut platzierten Urlaubstagen mehrere lange Wochenenden gewinnen — besonders in Bundesländern mit vielen Feiertagen. Wer das systematisch ausreizen will, kombiniert diesen Rechner mit dem Brückentage-Planer, der für dein Bundesland die effizientesten Urlaubsfenster des Jahres anzeigt. So holst du aus deinem Urlaubsanspruch das Maximum an zusammenhängender freier Zeit heraus.
Häufige Fehler bei der Arbeitstageberechnung
- Falsches Bundesland. Feiertage wie Fronleichnam oder der Reformationstag gelten nur regional — maßgeblich ist der Ort der Arbeitsstätte.
- 24. und 31. Dezember als Feiertag werten. Beide sind keine gesetzlichen Feiertage und zählen als Arbeitstage, auch wenn viele Betriebe freigeben.
- Werktage mit Arbeitstagen verwechseln. Der Samstag ist Werktag, in der Fünf-Tage-Woche aber kein Arbeitstag.
- Den Ereignistag mitzählen. Bei Fristen beginnt die Zählung erst am Folgetag des Ereignisses (§ 187 BGB).
- Pauschal mit 22 Tagen rechnen. Die tatsächliche Zahl schwankt je nach Monat und Feiertagslage erheblich.
Was der Rechner voraussetzt
Zugrunde liegt die übliche Fünf-Tage-Woche von Montag bis Freitag. Arbeitest du nach einem abweichenden Modell — etwa an sechs Tagen oder in Teilzeit mit fester Tagesverteilung —, nutze das Ergebnis als Ausgangsbasis und passe es an deine individuelle Verteilung an. Beachte außerdem: Der 24. und der 31. Dezember sind keine gesetzlichen Feiertage und werden als Arbeitstage gezählt, auch wenn viele Betriebe an diesen Tagen freigeben. Für die Planung deines Jahresurlaubs hilft dir der Urlaubsanspruch-Rechner.
Ein praktischer Tipp für die Jahresplanung: Lege die Zeiträume, die du regelmäßig auswerten musst — etwa Quartale oder Projektphasen —, einmal pro Bundesland fest und prüfe sie zu Jahresbeginn. So erkennst du früh, in welchen Monaten wegen mehrerer Feiertage weniger Kapazität zur Verfügung steht, und kannst Deadlines realistisch setzen. Wer Teams über mehrere Bundesländer hinweg steuert, sollte zudem beachten, dass dieselbe Woche je nach Standort unterschiedlich viele Arbeitstage haben kann. Für wiederkehrende Aufgaben wie Monatsabschlüsse oder Lohnläufe lohnt es sich, diese Schwankung von vornherein einzuplanen, damit in feiertagsreichen Monaten kein unnötiger Zeitdruck entsteht und Fristen verlässlich eingehalten werden.
Häufige Fragen
Als Arbeitstage gelten standardmäßig Montag bis Freitag. Wochenenden werden ausgeschlossen, ebenso die gesetzlichen Feiertage des gewählten Bundeslandes. Start- und Endtag kannst du je nach Bedarf ein- oder ausschließen.
Feiertage sind in Deutschland Ländersache. Fronleichnam, Allerheiligen oder der Reformationstag gelten nur in bestimmten Bundesländern. Für ein korrektes Ergebnis ist die Auswahl daher entscheidend.
Ja. Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag und Fronleichnam werden über das Osterdatum für jedes Jahr automatisch berechnet — der Rechner ist dadurch jahresunabhängig korrekt.
Der Rechner geht von der üblichen 5-Tage-Woche aus. Für abweichende Arbeitszeitmodelle nutze das Ergebnis als Basis und passe es an deine individuelle Verteilung der Arbeitstage an.
Beide Tage werden mitgezählt, sofern sie auf einen Werktag fallen. Bei einem Zeitraum, der morgens an einem Tag beginnt und an einem anderen endet, sind also beide Randtage in der Arbeitstage-Summe enthalten.
Nein, der 24. und der 31. Dezember sind keine gesetzlichen Feiertage und werden als Arbeitstage gezählt. Viele Betriebe gewähren hier zwar frei, gesetzlich vorgeschrieben ist das aber nicht.
Typische Anwendungsfälle sind die Berechnung von Lieferfristen und Projektlaufzeiten, die Planung von Urlaub und Brückentagen sowie die Ermittlung von Entgeltfortzahlungs- oder Karenzzeiträumen — überall dort, wo echte Arbeitstage statt bloßer Kalendertage zählen.